Im Sommer 2019 stieg der TuS Oberwinter aus der Rheinlandliga ab. Im Herbst desselben
Jahres übernahm Cornel Hirt die Trainerposition und führte die Mannschaft in den Folgejahren stets unter die ersten Fünf. 2024 folgte fast die Rückkehr ins Verbandsoberhaus, erst in der Aufstiegsrunde platzten die Hoffnungen. Hirt leitete in der Vorsaison den Umbruch ein, erklärte
im Frühjahr dann seinen Rücktritt zum Saisonende.
Nun ist es an einem ehemaligen verdienten Spieler, den Weg fortzuführen. Mario Brötz, bis 2018 über 13 Jahre als Spieler im grünen Trikot, kehrt auf die Bandorfer Höhe zurück. Zuletzt coachte Brötz den SV Kripp in der Kreisliga B. „Es ist schon so etwas wie eine Heimkehr. Das Umfeld ist mir natürlich noch bestens bekannt. Ich freue mich einfach sehr auf diese spannende Aufgabe“, sagt Brötz.
Das Hauptaugenmerk dieser Aufgabe wird auf der Offensive liegen. Denn nur drei Teams erzielten im Vorjahr weniger Tore, auf der anderen Seite kassierten aber auch nur drei Teams weniger als die 49 Gegentreffer. „Cornel hat hier den Umbruch eingeleitet und die Mannschaft im Verlauf der letzten Saison sichtlich stabilisiert. Mir wurde ein gutes Fundament hinterlassen. Den defensiven Grundgedanken der Spieler, den hat man auch in den ersten Testspielen klar gesehen, wollen wir beibehalten. Auf der anderen Seite müssen wir natürlich offensiv aktiver werden, mehr Spieler müssen Torgefahr ausstrahlen“, erklärt Brötz.
Die Hauptlast trug zuletzt Max Blohm mit 16 Saisontreffern und wird dies aufgrund der unbestrittenen sportlichen Qualität wohl auch weiterhin tun. Unterstützen sollen Blohm die erfahrenen Neuzugänge Lulzim Neziri (29) und Damir Murselovic (34), die beide von A-Ligist SG Inter Sinzig/Bad Breisig kommen. „Die beiden haben ihre Torgefahr in der AKlasse hinlänglich unter Beweis gestellt, und wir sind überzeugt, dass sie es auch in der Bezirksliga schaffen“, erklärt Brötz.
Neu im Team sind zudem Michael Tscherepanow, der aus Bad Bodendorf zurückkehrt, Max Küpper (ABC) und Noah Pollack (Grötzingen, A-Klasse Karlsruhe). Im Tor wird Johannes Thum von den eigenen A-Junioren aufrücken. „Wir haben vor allem Wert gelegt auf zuverlässige Jungs, die Bock haben etwas zu investieren und an einem guten Miteinander interessiert sind. Dahingehend bin ich schon sehr zufrieden. Es ist aber auch nicht ausgeschlossen, dass wir noch jemanden hinzu holen“, sagt Brötz.
Ob dann der Weg des TuS, mit etwas größerem Kader, nach Platz zehn zurück in die Spitzengruppe der Bezirksliga führen wird, vermag der neue Trainer noch nicht sagen. „Wir wollen auf dieser stabilen Defensive weiter aufbauen. Gut arbeiten und natürlich möglichst viel dabei gewinnen. Aber einen konkreten Platz kann ich nicht nennen“, meint Brötz. Denn die Liga birgt viele Unbekannte. „Zwei Teams sind nach oben weg, keines aus der Rheinlandliga runter
gekommen. Viele Teams sind auf ganz ähnlichem Niveau. Ich erwarte eine ausgeglichene Saison. Vielleicht mit ein, zwei Ausreißern nach oben und unten.“