HSV Neuwied bleibt
auch in der Mitte seiner Linie treu

Quelle: Rhein-Zeitung, Kreis Ahrweiler, Beilage Tempo, Tore, Titeljagd vom 01.08.2025, Saison 2025/2026, Bericht von Renè Weiss, Foto von Jörg Niebergall

Bezirksliga Mitte: Bewusster Schritt in andere Klasse verändert Philosophie nicht

Die Mannschaft des HSV Neuwied weiß, wie es ist, sich im Kreise neuer Gegner zu bewegen. Vor einem Jahr betrat der Heimatsportverein im elften Jahr seines Bestehens Neuland im überkreislichen Fußball, und jetzt blicken die Deichstädter voller Vorfreude erneut auf neue Plätze und Mannschaften voraus. „Wir freuen uns drauf“, sagt Trainer Stefan Fink.

Als Michael Marx, Staffelleiter der Bezirksliga Ost, im Zuge des kreisübergreifenden Spielbetriebs bei den „grenznahen Vereinen“ anfragte, ob es Interessenten für einen
Wechsel in die Mitte-Staffel gibt, bejahte der Vorjahresaufsteiger prompt. „Eine Stunde
Auswärtsfahrt ist nicht gleich eine Stunde Auswärtsfahrt“, spielt Fink auf Unterschiede zwischen Kilometern über der Autobahn und regelrechten Ochsentouren wie zum Beispiel nach Betzdorf oder Wallmenroth an.

In der neuen Runde kommt es für die Neuwieder zu deutlich mehr Spielen in der näheren Umgebung im Großraum Koblenz. Einen großen Unterschied zwischen den beiden Staffel sieht Fink nicht: „Die Spiele im Osten sind körperlicher, in der Mitte wird eher ein spielerischer Schwerpunkt gelegt. Ich glaube, da gibt es qualitativ keinen großen Unterschied. Beide Klassen haben ihren Reiz.“

Neue Gegner, neue Erfahrungen – aber gleiche Philosophie. Der HSV setzt unverändert auf sein Konzept, junge Spieler aus den Kreisligen zu holen und sie Stück für Stück zu entwickeln. Fink und Co. haben das Geschehen in den tieferen Klassen genau im Blick und ein Näschen dafür, welche Akteure außerhalb des Radars vieler anderer Vereine die Voraussetzungen mitbringen
könnten.

Auch dort gibt es Talente, die Schritte gehen können“, weiß der Trainer. „Wir haben kein Budget für fertige Spieler. Also setzen wir auf Leute, die entwicklungsfähig und Lust darauf haben unser
von großem Zusammenhalt geprägtes Vereinsverständnis, das mit einem Zusammensitzen nach dem Training vielleicht auch etwas vom alten Schlag ist, zu leben. Ich glaube, wir konnten wieder klare Leute, die den Fußball lieben, für uns begeistern und bin mir sicher, dass wir eine coole Gruppe zusammen haben.“

Niklas Leitner (SSV Heimbach-Weis), Mirko Jakobs (SG Feldkirchen/Hüllenberg), Francesco Trovato (SG Neuwied), Jonas Hardt (SG Rodenbach/Irlich) und Germain Hartel (Sportfreunde Miesenheim) gehören in das Raster der Neu-HSVler, die aus den Kreisligen kommen. Einen anderen Weg wählte Fabian Weber, der als einer der Rheinlandliga-Leistungsträger der SG 99 Andernach aus zeitlichen Gründen etwas kürzertreten will und sich vom „Neuwieder Weg“ abgeholt fühlte. Der athletische Zehner ist als Führungsspieler eingeplant.

Dass der Entwicklungsprozess bei denjenigen, die sich zunächst noch an die Bezirksliga herantasten müssen, nicht von heute auf morgen vonstattengeht, ist für Fink klar. Der Neuwieder Trainer, der in der Vergangenheit bewiesen hat, dass er Spieler entwickeln kann, bringt die nötige Geduld mit. „Wir denken beim HSV langfristig und wollen den Spielern einen Verein bieten, in dem sie sich zu Hause fühlen.“

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