Ein weiterer Husarenritt in der Rückrunde hat der Reserve der SG 2000 Mülheim-Kärlich auch
in der vergangenen Saison den Klassenerhalt beschert. Zur Hälfte des Jahres lag man noch mit mageren neun Punkten abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz, ehe eine durch Spieler der ersten Mannschaft begünstigte Aufholjagd ein weiteres Jahr in der Bezirksliga sicherte. Fast schon traditionell schwierig gestaltete sich auch die Sommerpause, da auf der einen Seite Stammspieler, die den Sprung in die erste Mannschaft nicht schafften, von umliegenden Vereinen abgeworben wurden.
Die entstandenen Lücken füllte man, frei nach dem „Mülheimer Weg“, vorwiegend mit jungen Talenten aus der eigenen U19. Hinzu kommen die ebenfalls blutjungen Neuzugänge Elias Mohebzada (VfL Oberbieber), Sam Schmitt (SG 99 Andernach), David Sprosec (DSG SKF Frankonia), Bilal Tatagba (VfL Neuwied) und Rron Bardhaj (Spfr. Eisbachtal U19). Mit Blick auf die Liste der Abgänge sind die insgesamt neun Neuen auch dringend von Nöten gewesen, denn Spieler wie Kenan Suta (SSV Heimbach-Weis), Milan Freisberg (FV Rübenach), Ivano Marincic (FC Anadolu Koblenz), Marko Slowik oder Alexander Ohlig (beide TuS Immendorf) waren nicht nur absolute Stammspieler, sondern vielmehr tragende Säulen in den letzten Jahren.
Einen Wechsel gab es zudem auch auf der Trainerbank. Marcus Fritsch und Stefan Weber haben ihre Ämter aus privaten Gründen abgegeben. Die logische Nachbesetzung haben die Verantwortlichen in Ahmet Akbulut installiert, der in den vergangenen beiden Jahren die U19 der SG 2000 führte und somit Spieler und Verein bestens kennt. Akbulut wird von Andreas Pütz und Arno Schuth unterstützt, die als Co-Trainer fungieren.
„Wirwollen die jungen Spieler an den Seniorenbereich heranführen und im Idealfall viele Spieler für die erste Mannschaft ausbilden. Das ist seit Jahren die Philosophie der zweiten Mannschaft und der gesamten SG 2000. Auf die kommende Saison gesehen, wollen wir es mit aller Macht
vermeiden, eine erneute Aufholjagd in der Rückrunde starten zu müssen, dementsprechend möchten wir auch schon in der Hinrunde fleißig punkten, um gar nicht erst in eine solche Situation zu geraten“, erklärt Akbulut.
Zum Start in die Bezirksligasaison treffen die Mülheim-Kärlicher nicht nur ausnahmslos auf Gegner aus dem Koblenzer Kreis, sondern mit Weitersburg (A), Anadolu Koblenz (H) und Untermosel (A) auf drei Mannschaften, die die vergangene Saison im oberen Tabellendrittel beendeten.
„Das ist natürlich ein Hammerprogramm, allerdings weiß meine Mannschaft dann direkt, wo der Hase in der Liga langlaufen wird. Vielleicht gelingt uns ja auch die eine oder andere Überraschung, wenn die Gegner noch nicht so richtig eingespielt sind“, meint Akbulut.