Kreisgebiet. In der Fußball-Kreisliga B Ahr hat die DJK Müllenbach ihre Tabellenführung mit dem knappen 1:0-Heimsieg im Spitzenspiel gegen die Grafschafter SG verteidigt.
DJK Müllenbach – Grafschafter SG 1:0 (1:0). Der DJK war auch am vierten Spieltag nicht beizukommen – und das trotz des Ausfalls von Torhüter Manuel Romes. Verteidiger Rolf Theisen hielt den Kasten sauber und sicherte seiner Mannschaft die Tabellenführung. Felix Hens erzielte per Strafstoß den entscheidenden Treffer, nachdem er zuvor selbst gefoult worden war (21.). „Mit der gezeigten Einstellung kann man nicht in ein Spitzenspiel gehen. Dazu haben wir uns auch taktisch falsch verhalten, obwohl wir genau wussten, was auf uns zukommen würde. Es ist eine Kopfsache“ befand GSG-Trainer Mirco Walser. Dietmar Zimmer, Trainer der DJK, freute sich über den vierten Sieg im vierten Spiel: „Wir haben einfach kaum etwas zugelassen, uns clever verhalten. Momentan läuft es, obwohl wir personell etwas geschwächt waren. Das zeigt, dass die Mannschaft intakt ist.“
SC Bad Bodendorf - SG Gönnersdorf-Brohl 5:1 (3:1). Was für eine Woche für Bad Bodendorfs Björn Fiege: Erst feierte er seinen 29. Geburtstag, hatte dann mit zwei Toren entscheidenden Anteil am dritten Saisonsieg und lief anschließend noch in den Hafen der Ehe ein. „Es war ein verdienter Sieg, aber kein Selbstläufer. Wir sind nach dem Ausgleich cool geblieben. Björn hat sich nach dieser Woche natürlich ein Sonderlob verdient. Er hat vor dem Elfmeter und der Hochzeit keine Nerven gezeigt“, lobte ein gut gelaunter SC-Trainer Elmar Schäfer. Gönnersdorfs Coach Dennis Schütz zeigte sich trotz Niederlage Nummer vier gefasst: „Kämpferisch war es gut, nur waren wir gedanklich wohl zu früh beim Pausentee. Bad Bodendorf hat es aber auch gut gemacht, eine starke Mannschaft.“ Tore: Björn Fiege (16., Foulelfmeter), 1:1 Timo Schmidgen (21.), 2:1 Fiege (45.), 3:1 David Langlitz (45.+1), 4:1 Thomas Bieler (68.). 5:1 Langlitz (87.).
SG Kreuzberg/Ahrbrück - SG Landskrone Heimersheim 0:1 (0:0). Tim Sulewski entschied nach einem Eckball aus dem Gewühl heraus sechs Minuten vor dem Ende die Partie, die eigentlich einem typischen 0:0-Spiel gleichkam. Beide Teams vergaben sogar einen Foulelfmeter. Julian Heimermann scheiterte an Kreuzbergs Keeper Thomas Baur (30.). Auf der Gegenseite schoss Christian Engelamm den Ball aus elf Metern über das Tor. „Wir haben eine unglückliche Serie mit drei Niederlagen nach Gang mit einem Tor Differenz, bei denen wir eigentlich nicht die schlechtere Mannschaft waren. Die Partie war intensiv, fair und hatte eigentlich keinen Sieger verdient gehabt. Momentan haben wir einfach viel Pech“, so Kreuzbergs Trainer Michael Theisen. Gästecoach Michael Rademacher meinte: „Fußballerisch war es nicht so gut, mit dem Ergebnis sind wir natürlich sehr zufrieden. Den dritten Sieg im dritten Spiel konnten wir anschließend auf der heimischen Kirmes feiern. Der Saisonstart ist gelungen.“
SV Oedingen - SG Franken/Königsfeld/Koisdorf 4:1 (3:1). Die Hausherren sicherten sich den ersten Saisonsieg im Aufsteigerduell und hatten in Torhüter Dominik Albrecht einen überragenden Rückhalt. Schon nach 21 Minuten stand es 3:1 für den SVO. „Wir sind erst danach aufgewacht. Das ist ärgerlich, denn dieses Spiel hätten wir nicht verlieren müssen. Wir haben aber auch unsere Chancen einfach nicht nutzen können“, erklärte Frankens Trainer Thomas Ockenfels.
SVO-Coach Udo Hartzheim sagte: „Wir haben gut kombiniert in Halbzeit eins und hatten in Halbzeit zwei einen guten Keeper. Wir sind natürlich froh über den ersten Sieg in der Kreisliga B.“ Tore: 1:0, 2:0 Benedikt Gemein (3., 13.), 2:1 Jakob Kelter (15.), 3:1 Hans Gräfe (21., Foulelfmeter), 4:1 Patrick Reineri (50.).
SG Walporzheim/Bachem – SG Ahrtal Dümpelfeld 1:4 (0:3). Die Hausherren zeigten sich nach dem Trainerwechsel spielerisch überlegen, die Tore aber erzielten die Gäste mit hochprozentiger Chancenverwertung. Nach dem Seitenwechsel drückte Walporzheim weiter, Ahrtal konterte und brachte den Sieg so sicher über die Zeit. Jonas Schäfer setzte für die Gastgeber in der 50. Spielminute einen Foulelfmeter an die Querlatte. „Wir haben kämpferisch eine richtig starke Leistung geboten gegen einen sehr guten Gegner. Die Möglichkeiten, die sich geboten haben, haben wir genutzt und den Vorsprung dann clever verteidigt“, lobte Ahrtals Coach Markus Esser. „Wir haben viele Chancen kreiert, waren aber in den entscheidenden Momenten nicht konsequent genug. Dazu hatten wir bei drei Aluminiumtreffern auch viel Pech“, fasste der neue Walporzheimer Trainer Thomas Meyer zusammen.Tore: 0:1 Christoph Vahnenbruck (4.), 0:2, 0:3 Daniel Ohlerth (39., 44.), 0:4 Philip Minwegen (55.), 1:4 Tobias Lingen (83.).
SV Remagen - SG Oberahrtal/Barweiler 6:0 (4:0). „Für die Moral war der erste Sieg ganz wichtig und auch in der Höhe verdient. Gerade zu Spielbeginn haben wir keine Zweifel aufkommen lassen, wer das Feld als Sieger verlassen wird. Auf dieser Leistung wollen wir aufbauen“, resümierte Remagens zufriedener Trainer Mario van Elkan.
Der Oberahrtaler Spielertrainer Fabian Hideg erklärte: „Momentan fehlt es uns aufgrund einiger Ausfälle an individueller Qualität. Wir können weiter nur von Woche zu Woche denken.“ Tore: 1:0 Zakaria Al Arroudi (20.), 2:0 Michael Meyer (25.), 3:0 Christian Richter (30.), 4:0, 5:0 Lokman Ünal (37., 54.), 6:0 Christian Lückenbach (90., Eigentor).
SV Kripp - SG Westum/Löhndorf II 1:1 (0:0). Die Teams boten ein intensives Lokalduell. Die Hausherren hatten im ersten Durchgang etwas mehr vom Spiel, Westum aber die klareren Chancen. Zurückgeworfen wurde Kripp durch einen strittigen Feldverweis aufgrund einer Notbremse gegen Melf Hargens (58.). In Unterzahl spielte Kripp aber weiter mutig und wurde postwendend belohnt. Philipp Ruthsch markierte das 1:0. Nur zwei Minuten später glich Westum durch Tom Weber aus, der einen Ball am Sechzehner mit der Brust annahm und volley verwertete.
„Wenn man eine halbe Stunde in Unterzahl agiert, muss man sich mit dem Punkt zufriedengeben. Wir waren nicht zielstrebig genug“, so der Kripper Trainer Oliver Küster.
Westums Trainer Dave Kürbis meinte: „Es war intensiv, wir sind zu lässig mit unseren Möglichkeiten umgegangen. Kripp war nach der harten Roten Karte sogar etwas besser, aber auch wir konnten nachlegen.“ Lutz Klattenberg

Quelle: Seite 22